Nach einigen Experimenten mit dem Einsatz von Akkuschraubern oder Grillmotoren als Antrieb für ein Rührwerk habe ich nun eine robustere Variante mit einem Scheibenwischrermotor gebaut.

Der Motor ist auf einer mit Phenolharz beschichteten Holzplatte montiert. Die Platte wird mit Hilfe von drei Rändelschrauben und -muttern auf dem Edelstahl-Einkocher festgeklemmt. Diese Befestigungsart hat sich als völlig ausreichend für die beim Maischen auftretenden Kräfte erwiesen.
Die Holzplatte erhielt ausserdem noch eine gedrehte Messingbuchse zur Aufnahme meines Brauthermometers. Die kontinuierliche Erfassung der Temperatur ist wichtig, wenn man diese automatische regeln möchte.
Zum Betrieb benötigt der Scheibenwischermotor eine Stromversorgung mit 12 Volt Gleichstrom. Je nach Belastung nimmt der Motor dabei von 1 Ampere im Leerlauf bis zu 5 Ampere bei Volllast an Strom auf. Ich habe ein altes ATX-Netzteil aus einem ausgemusterten Computer verwendet. Bis auf die Kabel für die 12 Volt Versorgungspannung und den Einschalter habe ich alle überflüssigen Niederspannungskabel ausgelötet.
Dazu ist aber das Netzteil zu öffnen - daher ist dieses Vorgehen nur Personen mit entsprechender Ausbildung zu empfehlen. Zum Einschalten wird das blaue Kabel des ATX-Steckers auf Masse gelegt. Die +12 Volt Kabel des ATX-Netzteiles sind überlicherweise gelb. Bei meinem Umbau habe ich das gegen ein rotes Kabel umgetauscht. Für den Masse-Anschluss werden schwarze Kabel verwendet.
Hier ein wichtiger Hinweis: Die Masse des ATX-Netzteiles ist mit dem Schutleiter verbunden. Daher muss der Scheibenwischermotor unbedingt korrekt angschlossen werden, also die Masse von Motor ( Gehäuse ) muss auch mit der Masse des ATX-Netzteiles (schwarzes Kabel) verbunden werden. Sonst kann es während des Maischens zur Elektrolyse kommen.
Die unkritische Variante wäre hier die Verwendung eines Labornetzteiles wie man sie bei Conrad oder Pollin günstig bekommt. Dort werden neben Netzteilen mit einstellbarer Ausgangsspannung auch Festspannungsnetzteile für 12 Volt angeboten.
Den Rührer selbst habe ich aus einem Nirosta-Grillspiess und zwei Edelstahlstücken geschweisst. Dabei ist es wichtig, die passenden Schweiss-Elektroden zu verwenden, damit der Rührer nicht rostet. In der Schweiz bekommt man die passenden Edelstahlprofile beim Metallladen auf Mass zugeschnitten für ein paar Franken.