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Röhenverstärker

Hier beschreibe ich meinen selbstgebauten Kopfhörerverstärker. Dieser Röhrenverstärker ist ein freier Nachbau des bekannten EarMax Pro.

Die Schaltung des Verstärkers habe ich auf der Website http://www.headwize.com gefunden.

Dort wird unter den Namen "The Morgan Mini Tube Headphone Amplifier" ein transformatorloser  Kopfhörerverstärker mit  drei Doppeltrioden ECC88 vorgestellt.

Zunächst baute ich den Verstärker mit noch in der Bastelkiste vorhandenen Röhren des Types 6N1P auf. Es stellte sich aber heraus, das diese kein vollständig äquivalenter Ersatz für die ECC88 sind: Die 6N1P benötigt doppelt soviel Strom für die Heizung. Das die ECC88 dimensionierte Netzteil war zu schwach und musste ein stärkeres ersetzt werden.

Aufbau

Der Verstärker ist in das Gehäuse eines ausgedienten Computer-Schaltnetzteiles eingebaut: Die Oberschale des Gehäuses dient als Chassis und trägt drei Röhrenfassungen. Der Verstärker ist frei verdrahtet.

Aufbau des Verstärkers

Das Netzteil sitzt auf einer Pertinaxplatte. Auf dem Photo sieht man noch das erste Netzteil, das sich wegen des hohen Heitzstromes der 6N1P Röhren als zu schwach erwies. Deshalb habe ich diese durch ein selbstgebautes Schaltnetzteil ersetzt, das ausserdem den Heizstrom für die Röhren langsam hochfährt und die Anodenspannung verzögert einschaltet.

Schaltung

Das nachfolgende Schaltbild zeigt einen Kanal. Die Röhre in der Eingangsstufe teilen sich beide Kanäle. Das Eingangssignal wird über den Spannungsteiler R1 und R2 an den Ausgangspegel eines iPods angepasst und gelangt über R3 an das Steuergitter der Triode V1. Die Push-Pull Ausgangsstufe ist gleichstrommässe an V1 gekoppelt. Über C4 wird der Kopfhörer angeschlossen. Die beiden Widerstände R10 und R4 bilden das Rückkoplungsnetzwerk.

Schaltbild

Spannungsversorgung

Als Spannungsversorgung hatte ich ursprünglich ein einfaches längsgeregeltes Netzteil verwendet, wie ich es auf meiner Homepage unter den Elektronik-Projekten beschrieben habe: Röhren-Netzteil.

Mittlerweileweile habe ich es durch ein selbstgebautes Schaltnetzteil ersetzt, welches zunächst die Heizspannung langsam hochfährt und die Anodenspannung verzögert einschaltet.