Bei der Firma Pollin hatte ich für ca. 2 Euro einen FM-Tuner RFT 4423.10 für den Empfangsbereich von 87,5 bis 108 MHz gekauft. Mit ein paar Bauteilen lässt sich damit ein einfaches UKW-Radio aufbauen. Diese ist keine vollständige Bauanleitung, der Niederfrequenzverstärker ist hier nicht beschrieben wohl aber der gesamte HF-Teil inklusive Zwischenfrequenzverstärker und FM-Demodulator. Schließt man an den mit NFout bezeichneten Anschluss einen kleinen NF-Verstärker an, so ist das Radio komplett.
Blockschaltbild
Der Tuner setzt das von der Antenne gelieferte HF-Eingangssignal von 87,5 bis 108 MHz mit einer internen Mischstufe auf die Zwischenfrequnz (ZF) von 10,7 MHz um.
Da da Ausgangssignal des Tuners neben dem gewünschten ZF-Signal noch weitere unerwünschte Frequenzen enthält, muss es noch einmal gefiltert werden, bevor es vom ZF-Verstärker weiterverarbeitet werden kann.
Ein 10,7 MHz Keramikfilter, das über eine Pufferstufe an den Tuner angeschlossen ist, siebt die gewünschte Zwischenfrequenz heraus.
Das ZF-Signal wird in dem Integrierten Schaltkreis CA3089 verstärkt und zu dem hörbaren Niederfrequenzsignal (NF) demoduliert.
Dieses NF-Signal muss nun noch einmal verstärkt werden, bevor es mit einem Lautsprecher wiedergegeben werden.
Schaltung des Prototypen
Das Schaltbild zeigt einen einfachen Prototypen für ein UKW Mono-Empfänger. Als ZF-Verstärker wird ein noch gut erhältlicher CA3089 eingesetzt. Ein NF-Verstärker fehlt in dem Schaltbild ebenso wie die AFC. Mit einer kleinen Aktivbox ergibt das aber schon ein gut klingenes UKW-Radio für Mono-Empfang.

Das Ausgangssignal des Tuners wird über den Transistor BF 240 auf ein 10,7 MHz Keramikfilter gegeben. Am Ausgang des Filters steht das ZF-Signal von 10,7 MHz zur Verstärkung und Demodulation im CA3089 bereit. Mit der 2,2 µH Spule an Pin 10 des CA3089 wird auf ein verzerrungsfreies Signal abgeglichen. Das Ausgangsignal an Pin 6 wird von dem Tiefpass mit einer Grenzfrequenz von ca. 6 kHz gefiltert und steht an NFout zur Verstärkung mit einem NF-Verstärker bereit.
Prototype
Der Prototype wurde in Ugly-Construction Technik aufgebaut, wobei der ZF-Verstärker auf einer Lochrasterplatine Platz fand. Auf der Lochrasterplatine ist noch ausreichend Platz für einen kleinen NF-Verstärker:
