Schaltnetzteil für Röhren

Schaltnetzteil für RöhrenDieses Schaltnetzteil stellt eine Heiz- und Anodenspannung für kleine Röhrenprojekte zur Verfügung.

Ein Mikrokontroller Atmel ATtiny 2313 steuert zwei Power-MOSFETs an. Die Heizspannung wird über Pulsweiten-modulation aus der Versorgungsspannung gewonnen.

Zur Erzeugung der Anodenspannung wird ein kleiner Ferrit-Transformator verwendet, der ebenfalls über einen MOSFET angesteuert wird. Durch die Schaltfrequenz von 32 kHz kann der Trafo relativ klein gehalten werden.

Technische Daten
 

 Eingangsspannung  12 Volt Gleich- oder Wechselspannung
 Heizspannung  6,3 Volt / 1 A
 Anodenspannung  230 Volt / 25 mA
 Schaltfrequenz  32 kHz

 

Schaltung

Die Eingangsspannung wird von einem Brückengleichrichter Br1 gleichgerichtet und über den Elko C1 gesiebt. Eine LED zeigt das Anliegen der Versorgungsspannung an.

Ein Festspannungsreger 7805 erzeugt die Versorungungsspanung für den Mikrokontroller. Die beiden 100nF Kondensatoren C2 und C3 verhindern wilde Schwingungen des Spannungsreglers.

Der Mikrokontroller ATtiny 2113 steuert die beiden MOSFETs T1 und T2 über ein pulsweitenmoduliertes Signal an. Der MOSFET T1 erzeugt mit Hilfe des Ferrit-Transformators Tr1 eine hohe Wechselspannung, welche von D1 gleichgerichtet und von den Kondensatoren C4 und C5 gefiltert wird. Die Heizspannung wird vom MOSFET T2 erzeugt. Über den Duty-Cycle kann die Höhe der Anodenspannung Ua bzw. der Heizspannung Uf eingestellt werden.

Schaltbild des Schaltnetzteils für Röhren

 

Der Mikrokontroller verwendet zur Takterzeugung einen internen Oszillator, so dass kein externer Quarz benötigt wird. Über den Anschluss ISP1 kann der ATtiny 2313 im eingebauten Zustand programmiert werden. Die LED 4 zeigt den Zustand des im Mikrokontroller laufenden Programmes an.

Ferrit-Transformator

Schalenkernsatz für den Ferrit-TransformatorDer kleine Ferrit-Transformator wird aus einem sogenannten Schalenkernsatz gebaut, der für die Schaltfrequenz von 32 kHz geeignet sein muss.

Die Primärwickung besteht aus 11 Windungen, die Sekundärwicklung aus 150 Wicklungen 0,3 mm Kupferlackdraht. Jede Wicklung wird in eine separate Kammer des Spulenkörpers aufgebracht.

Vor dem Verlöten des Kupferlackdrahtes wird die Isolierung an den Drahtenden vorsichtig mit einem Messer abgekratzt.


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